Archiv für April 2014

Redebeitrag vor den Toren des Logistikkommando Erfurt

Für alle, die es vielleicht verpasst haben, oder aufgrund des langen Weges keinen Nerv mehr hatten zuzuhören, hier noch einmal der musikalisch untermalte Abschluss-Redebeitrag, der vor den Toren des Logistik-Zentrums gehalten wurde.

Presseübersicht

Ein paar gesammelte Presseartikel zum vergangenem Wochenende.

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Pressemitteilung des Vorbereitungskreis

Ostermärsche haben nicht an Aktualität verloren und werden zukünftig öfter stattfinden

Am Ostersamstag fanden in Thüringen die antimilitaristischen Ostermärsche statt. Neben der traditionellen Demonstration gegen den Truppenübungsplatz in Ohrdruf, an dem ca. 80 Menschen teilgenommen haben, wurde erstmalig auch ein Aufzug durch Erfurt zum Logistikkommando der Bundeswehr durchgeführt. Die von der Linksjugend Solid Thüringen organisierte Versammlung wurde von über 120 Teilnehmenden begleitet. Mit Musik und Sprechchören ging es durch die Erfurter Innenstadt, bei der auch mit Flugblättern und Redebeiträgen auf das Anliegen der Veranstaltung aufmerksam gemacht werden soll. „Krieg beginnt unter anderem hier!“ meint Christian Schaft, Mitorganisator der Demonstration in Erfurt, und führt weiter aus: „Die logistischen Voraussetzungen für die Kriegseinsätze der Deutschen Bundeswehr werden hier, im Logistikzentrum, geschaffen!“ Vor nun fast einem Jahr hat das Kommando seine Arbeit aufgenommen und verwaltet den Bestand von Material, Fahrzeugen, Versorgung und über 15.000 Soldatinnen und Soldaten. Damit ist der Standort Erfurt für fast ein Drittel der Deutschen Streitkräfte zuständig.
Neben der Kritik an dem Logistikzentrum wurden auch weitere Aktivitäten der Bundeswehr thematisiert. „Wenn Soldatinnen oder Soldaten an Bildungseinrichtungen gehen und Jugendlichen etwas von Karrierechancen erzählen, hat das nicht viel mit objektiver Realität zu tun,“ empört sich Kati Grund von der Linksjugend Solid über die immer wieder stattfindenden Besuche von sogenannten Jugendoffizieren an Schulen, und formuliert es härter: „Die Bundeswehr ist weder ein normaler Arbeitgeber, noch ein Bildungsakteur. Hier wird mit billiger Propaganda fürs Töten und Sterben geworben!“
Das Ziel der Demonstration war die im südlichen Erfurt gelegene Löberfeld-Kaserne, in der auch das Logistikkommando angesiedelt ist. Neben der Forderung der Schließung dieses Geländes wurden sogar Vorschläge einer Alternativnutzung unterbreitet: „Gebäude, wie dieses Zentrum würden sich gut für die ärztliche Versorgung und Erstaufnahme von Flüchtlingen aus Kriegsregionen eignen!“ hieß es in einem Redebeitrag.
Abschließende Worte gab es von René Kotzanek, Anmelder und Organisator, der bereits jetzt ankündigte: „Solange Deutsche Truppen in irgendwelchen Einsätzen stehen, werden wir hierher zurückkommen!“

Die Ostermärsche in Ohrduf und Erfurt waren zeitlich so aufeinander abgestimmt, dass Friedensaktivist*innen an beiden Aufzügen teilnehmen konnten. Damit wurde versucht, einerseits der Tradition in Ohrdruf weiter gerecht zu werden, aber auch die aktuellen Veränderungen in der Struktur der Bundeswehr zu berücksichtigen.

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MDR Video-Bericht HIER!

Wenn die Friedenstaube Federn lässt

Morgen ist es endlich so weit: Nach über einen Jahr des Bestehens des sogenannten Logistik-Kommando der Bundeswehr in Erfurt wird es eine antimilitaristische Demo gegen eben dieses durch die Landeshauptstadt geben. Dabei werden nicht nur die aktuellen Krisensituationen an den NATO-Randgebieten eine Rolle spielen, sondern wird auch das Verhalten der Bundeswehr im Inland stark thematisiert werden. Es ist klar, dass wir eine klare politische Botschaft gegen Kriegslogik und Militärverherrlichung senden wollen.

Eine Botschaft, die wir nicht instrumentalisiert haben wollen!

Der gerade in Thüringen stattfindende Kommunal- und Europawahlkampf könnte aber genau dies hervorrufen. Als überparteiliches Bündnis wollen wir keiner Partei oder deren Jugendorganisation eine Plattform geben, sich mit antimilitaristischen Federn zu schmücken, welche ihnen nicht gerecht wird. Demnach bitten wir Kundgebungsmittel, welche keine klaren politischen Forderungen ausdrücken, auf dem Demonstrationszug nicht zu zeigen. Uns geht es da vorrangig um Partei- und deren Jugendorganisations-Fahnen, die einzig und allein der Selbstdarstellung dienen. Transparente und Schilder mit politischen Äußerungen, welche zufällig ein Organisations-Logo haben, sehe wir dabei weniger problematisch, da diese ja einen inhaltlichen Charakter in sich tragen.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Demonstrationen, die in einer Partei-politisch relevanten Zeit stattfinden, verstärkt genutzt werden um Wahlkampf zu betreiben. Das wollen wir vermeiden!

Wir danken für euer Verständnis! Und sehen uns morgen 14:00 Uhr auf dem Fischmarkt // Erfurt

Die Route für Samstag

Nun sind es nur noch 2 Tage bis zu den antimilitaristischen Ostermärschen in Thüringen und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Hier die offizielle Route für Erfurt: Start ist um 14:00 Uhr am Erfurter Fischmarkt:

Route_web
(Download als PDF)