Archiv für März 2014

Mobi-Stuff zum Abholen bereit

Im offenen Jugendbüro RedRoXX (Pilse29 // Erfurt) liegt der Mobi-Stuff zum Abholen bereit. Eine Verteilung auf weiter Städte und Gemeinden in Thüringen werden im Laufe der Woche getätigt.

Mobi_stuff

Pressemitteilung der Linksjugend Solid Thüringen

Linksjugend [‘solid] Thüringen ruft auf zu antimilitaristischen Ostermarsch in Erfurt und Ohrdruf

Am 19. April soll unter dem Motto „Krieg dem Krieg“ in Erfurt ein Zeichen gegen die Militarisierung der Gesellschaft und gegen jede Verherrlichung und staatliche Legitimierung von Kriegen gesetzt werden. Dazu ruft die Linksjugend in Thüringen gemeinsam mit weiteren Organisationen zum Ostermarsch in Erfurt und Ohrdruf auf.

Der Ostermarsch in Erfurt soll im Anschluss an die jährlich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Ohrdruf laufende Friedensdemo stattfinden. „Wir sehen die Notwendigkeit den Blick in Thüringen neu zu setzen und auf Erfurt zu legen. Hier steht nun seit dem letzten Jahr das Logistik- und Dienstleistungszentrum der Bundeswehr. Das muss öffentlich thematisiert werden. „ Theresa Neubert vom Landessprecher*innenrat der Linksjugend.

Das Dienstleistungszentrum der Bundeswehr Erfurt wurde im vergangen Jahr eröffnet, mit der Aufgabe der unmittelbaren Be¬treuung und Versorgung der Streitkräfte wie es in der Eigenbeschreibung zu lesen ist. „Der Ostermarsch in Erfurt soll deutlich machen, dass hinter dem vermeintlich harmlosen Logistikzentrum mehr steht als nur Verwaltung. Denn um die internationale Kriegsmaschinerie am Laufen zu halten, braucht es auch logistische Basisarbeiten die u.a. dort geleistet werden.“, so Christian Schaft vom Landesarbeitskreis Antimilitarismus und Frieden der Linksjugend. Dass das Logistikzentrum auch Aufgaben im Rahmen der international stattfindenden Bundeswehreinsätze wie in Mali oder der Türkei Unterstützung leistet, hatte erst Ende letzten Jahres eine große Anfrage der LINKEN im Bundestag gezeigt. Auch gegen das Werben der Bundeswehr durch Jugendoffiziere an Schulen oder Rüstungsforschung an Thüringer Hochschulen soll ein Zeichen gesetzt werden.

Starten soll der Ostermarsch am 19. April 2014 um 14:00 Uhr am Fischmarkt in Erfurt. Zuvor findet bereits um 10 Uhr der jährliche Ostermarsch in Ohrduf statt. Die Linksjugend Thüringen ruft alle Friedensbewegten, Kriegsgegner*innen und Antimilitarist*innen, alle Jugendlichen und Erwachsenen auf sich an den antimilitaristischen Protesten zu beteiligen.

Weitere Infos unter:
http://ostermarsch.blogsport.de

„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ (Schwur von Buchen­wald)

Kurzaufruf

Krieg dem Krieg –
gegen jede Kriegsverherrlichung!

Seit 1897 strebt der deutsche Imperialismus schon nach dem „Platz an der Sonne“. Das Motto lautet ‚Macht die Welt zu Deutschland!‘ und war kürzlich wieder auf der „Münchener Sicherheitskonfe­renz“ zu hören. Derzeit führt die Bundeswehr rund um den Globus mit über 4800 Soldat*innen Krieg. An mehreren zehntausenden toten Zivilist*innen trägt sie bisher (Mit-)Schuld. Als wäre das noch nicht genug, wird aktuell über „Einsätze“ in Zentralafrika, Mali, Somalia und im Mittelmeer diskutiert. Dies alles hat nur einen Zweck: brutale Sicherung geopolitischer und kapitalistisch öko­nomischer Interessen. Alles nett verpackt als „humanitären Intervention“ – eine Worthülse der Herr­schenden zur Verschleierung ihrer imperialistischen Ziele. Auch von ihren Blauhelmmissionen las­sen wir uns nicht täuschen. Wir sagen: Schluss mit diesem heuchlerischen „Menschenrechtsimperia­lismus“! Der Krieg der Imperialist*innen nutzt nur den Imperialist*innen – er tötet, verwüstet und schadet uns allen und unseren Brüdern und Schwestern weltweit!

Schlechte Zeiten für Kriegsgegner*innen und Protestierer*innen
Aber auch im Inland ist die Bundeswehr höchst aktiv. Das beweist seit über zehn Jahren die „Zivil-militärische Zusammenarbeit“. Im Ernstfall, d. h. im Fall von Massenprotesten der Menschen in der BRD greift dann die Bundeswehr ein. Nicht umsonst trainiert sie bereits die Aufstandsbekämpfung in deutschen Ballungsgebieten in der Colbitz-Letzlinger Heide, Sachsen-Anhalt.

Armee macht Schule –
„Blockier‘ jeden hergeschickten Jugendoffizier!“

Gerade Schüler*innen stehen unter dem Dauerfeuer militaristischer und imperialistischer Propagan­da: durch Jugendoffiziere, Karriereberater*innen, militaristisches „Bildungs“material und Fortbildungskur­se. Und die Armee zielt auch auf die Universitäten. Sie finanziert rüstungsrelevante Forschung und beschneidet so die Freiheit von Forschung und Lehre. Bildungsstätten werden zu Nachschub- und High-Tech-Fabriken, die der Bundeswehr Menschenmaterial und Waffensysteme liefern. Wir sagen: Bundeswehr raus aus den Schulen und Universitäten!

Krieg beginnt hier!
Am 19. April 2014: auf nach Ohrdruf und Erfurt!

In Erfurt steht eines der Dienstleistungszentren der Bundeswehr. Ihre Aufgabe „unmittelbare Be­treuung und Versorgung der Streitkräfte“ klingt zunächst vielleicht nicht aufregend. Aber um die Kriegsmaschinerie am Laufen zu halten, braucht es eben auch einfache logistische Basisarbeiten. „Krieg dem Krieg“ heißt für uns in Thüringen also auch Kampf dem Heereslogistikzentrum als Teil der Organisationsstruktur der Bundeswehr!

Darum versammeln wir uns am 19. April 2014 um 14:00 Uhr am Fischmarkt in Erfurt zum antimili­taristischen Ostermarsch. Dazu rufen wir alle Friedensbewegten, Kriegsgegner*innen und Antimili­tarist*innen, alle Jugendlichen und Erwachsenen auf.

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Weitere Termine findet ihr HIER

Origami-Taube zum Selber-falten

Ein kleiner Mitmach- Fotomarathon gegen den Krieg!
Nachdem sich nun die Anfragen häufen, wie wir diese tolle Friedenstaube gebastelt haben, werden wir nun einen kleinen Foto-Marathon ausrufen. So werden alle Einsendungen der Versuche, die Taube nachzubauen hier im Netz und auf Facebook veröffentlichen.
Vielleicht findet ja die eine oder andere von euch gebastelte Taube ja sogar den Weg am 19.April zur Löberfeld-Kaserne Erfurt.

Origami_taube
(PDF Download A4)

Bundeswehr-Gelöbnis in Erfurt kritisch begleitet

Bericht der Linksjugend [’solid]/SDS Erfurt zum Protest gegen das öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr auf dem Erfurter Petersberg am 6.03.2014

Am 06.03.2014 um 14Uhr, veranstaltete die Bundeswehr mal wieder die Eidablegung frischer Soldat*innen auf dem Erfurter Petersberg. In der Bundesrepublik Deutschland dienen entgegen der unterzeichneten UN-Kinderrechtskonvention auch tausende unter 18-Jährige – Kindersoldat*innen – in der Armee. Aus diesem Grund haben wir aufklärende Flugblätter über die Werbung der Bundeswehr an Schulen und Universitäten vor, während und nach dieser Eidablegung an Passant*innen und Angehörige der Bundeswehr verteilt.

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Ebenso wiesen wir auf die ‚Forschung‘ der Bundeswehr an Universitäten hin, welche an einer zivilen Einrichtung rein gar nichts zu suchen hat. Um dem Anlass entsprechend aufzufallen haben wir selbstverständlich unsere besten Tarnuniformen rausgekramt. Nachdem die Thüringer Landespolizei uns des Platzes verweisen wollte – kritische Stimmen zum Fahnenappell waren scheinbar nicht gern gehört – bestanden wir auf unser Recht, eine Kundgebung durchzuführen. Dies wurde schließlich auch genehmigt, nachdem der Polizei-Einsatzleiter seine Einheiten darauf hinwies, dass in Deutschland zumindest ein rudimentäres Demonstrationsrecht existiert. Nach der kritischen Begleitung dieser Bundeswehrveranstaltung begaben wir uns noch in die Stadt, um mit weiteren Zivilist*innen über den deutschen Militarismus ins Gespräch zu kommen – dabei erfuhren wir großen Zuspruch für unsere Ziele, Info-Flyer wurden gern angenommen.

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Schließlich gab es am neuen Angerbrunnen noch eine Antikapitalistische Satire-Aktion, bei welcher wir als Bundeswehrsoldat*innen selbstverständlich nicht fehlen durften! Zusammen mit dem Jesus des Kapitals beteten wir für den Kapitalismus, damit wir auf ewig für deutsche Unternehmen Kriege führen dürfen. Wir gelobten ewigwährenden Kaufrausch und wurden anschließend gesegnet – die Insignien des Kapitals ($- und €-Ketten) wurden uns verliehen. Das sah die Polizei insgesamt augenscheinlich nicht sonderlich gern, weshalb die Veranstaltung fünf Minuten vor ihrem eigentlichen Ende während einer Polonaise des Kaufrausches für beendet erklärt wurde. Schade eigentlich, hätten sie doch in ihren chicen Uniförmchen wunderbar dazu gepasst!

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Alle Bilder von Red Foxx Fotografie findet ihr HIER